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16. März 2022

Trainingsmethode "Velocity-Based Training" (VBT)

Trainingsmethode

Moderne Trainingsmethode mit großem Potenzial!


"Velocity-Based Training" (VBT) beschreibt eine Trainingsmethode, die den Fokus des Widerstandstrainings über die Trainingslasten, Wiederholungszahlen und time under tension (TUT) hinaus um die Dimension der Bewegungsgeschwindigkeit erweitert.

Die Ableitung von Trainingslasten aus dem one repitition maximum (1RM) kann aus verschiedenen Gründen Ungenauigkeiten aufweisen. Das persönliche 1RM mag am Trainingstag ein anderes sein, Athleten vermögen unterschiedlich viele Wiederholungen z. B. von 70% ihres 1RM auszuführen, die Tagesform variiert u. v. m. VBT wurde entwickelt, um der Trainingssteuerung weitere Parameter hinzuzufügen, in diesem Fall gibt die Veränderung der Bewegungsgeschwindigkeit dem Trainer wertvolle Informationen.

VBT eröffnet eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Durch die Messung von Bewegungsgeschwindigkeiten im Widerstandstraining kann eine genaue Beschreibung und Planung von Trainingsintensitäten und -volumen unterstützt werden. Neben der reinen Messung der Bewegungsgeschwindigkeit wird aber auch mit visuellen oder verbalen Feedbacks gearbeitet, um die Leistung und Motivation der Athleten zu erhöhen (Weakly et al 2021).

Zusammenfassend resultiert der Einsatz von VBT in mehr steuerungsrelevanten Informationen und in einer intensivierten Trainingspraxis.

Die Konzentration auf die maximale Bewegungsgeschwindigkeit kann noch einen weiteren Vorteil haben. Je höher die Kontraktionsintensität, desto mehr werden die höherschwelligen, großen motorischen Einheiten hinzugeschaltet, die die Typ II Muskelfasern beinhalten. Die Kontraktionsintensität hängt einerseits von der Trainingslast ab, andererseits von der angewandten Bewegungsgeschwindigkeit. Bei gleicher Trainingslast wird eine maximierte Bewegungsgeschwindigkeit zu einer erhöhten Innervation der schnell zuckenden Muskelfasern führen (Ogborn & Schoenfeld 2014).

Die Typ II Muskelfasern haben ein höheres Potenzial als die Typ I Muskelfasern hinsichtlich der Trainingseffekte Kraft und Muskelhypertrophie. Sollten die Trainingsziele also eine Muskelformung und -straffung beinhalten, kann es eine gute Maßnahme sein, die miometrische (konzentrische) Kraftproduktion betont schnell auszuführen.

In den HOT IRON® Trainingsplänen Q2 2022 wird diesem Potenzial für maximierte Trainingseffekte Rechnung getragen, indem die schnelle miometrische Kraftproduktion über die Bewegungsgeschwindigkeiten „3/1“ bzw. „1/3“ fokussiert werden.

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